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pflege & kultivierung von mangroven
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Mangroven sind grundsätzlich robuste und einfach zu haltende Pflanzen, solange einige grundlegende Dinge beachtet werden.
Hier berichten und informieren wir über die verschiedenen Haltungsweisen von Mangroven und den damit verbundenen Eigenheiten von Mangroven. Auch versuchen wir darauf einzugehen, welche Mangrovenarten sich für die jeweilige Haltungsart eignet.
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Ein eigens entwickelter Fragebogen hilft auf einfache Weise jene Mangrovenarten heraus zu filtern, die für deine individuellen Gegebenheiten geschaffen sind.
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Zusätzlich sollten ebenfalls folgende Bereiche besucht werden um mehr Informationen zu sammeln:
- FAQ
- Forum
- Erfahrungsberichte
In diesen Bereichen wirst du viel an praktischer Information erhalten.
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Unabhängig davon welche Mangrovenarten gehalten werden, folgendes Equipment ist zwingend notwendig, um Mangroven erfolgreich und langfristig kultivieren zu können, dabei gilt, umso besser das Equipment, umso besser das Wachstum:
- Kunstlicht (9-13 Stunden täglich) - wenn nicht ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist
- Natriumdampflampen
- HQI Lampen
- T5 Leuchtstoffröhren
- HBO (Quecksilberlampen)
- T8 Leuchtstoffröhren
- sonstige Pflanzenlampen
- Luft- und Wassertemperaturen am Tag über 20°C (ganzjährig)
- wenige spezielle Mangrovenarten benötigen mindestens 24°C
- ideale Lufttemperatur: 25-30°C
- ideale Wassertemperatur: 23-27°C
- Nachts können die Temperaturen fallen, eine Temperatur von unter 10°C sollte jedoch zu keiner Zeit unterschritten werden
- Luftfeuchtigkeit von mindestens 50 Prozent
- ideale Luftfeuchtigkeit: so hoch wie möglich
- Bodensubstrat & Dünger
- Mangrove Mud Special
- Mangrove Mud Basic
- keine Erde, benutze Lehm, Sand aller Art (Korallensand nur
bei Meerwasser od. Brackwasser), Hydrokultur, Seramis, Kies, auch eine Mischung aus den verschiedenen Substraten ist möglich! Am idealsten ist 'Mangrove Mud Special', warum? -> lese selbst (Link)
- eine Mindesttiefe von 10cm für Jungpflanzen
- eine Mindesttiefe von 30cm für ältere Pflanzen
Mangroven können auch bei Sonnenlicht (ohne Kunstlicht) gehalten werden, gegebenenfalls dies geschieht in der Nähe des Equators (30° nördliche Breite oder 40° südliche Breite), dann sind die Mangroven auf keine zusätzliche künstliche Beleuchtung angewiesen.
Ist das nicht der Fall, so ist Kunstlicht bei so gut wie allen Mangrovenarten zwingend notwendig um diese erfolgreich und langfristig kultivieren zu können, auch wenn ihnen ein Wintergarten geboten wird, die Mangroven auf der Südseite eines Fensterbretts stehen oder ähnliche Umstände gegeben sind. Wie so oft gibt es auch bei den Mangroven Ausnahmen, einige Mangrovenarten, wie zB Barringtonia asiatica, Heritiera littoralis, Pandanus tectorius oder Terminalia catappa entwickeln sich auch ohne Kunstlicht sehr gut.
Wenn Mangroven von klein auf an, als Samen, vorgekeimte Samen oder Jungpflanzen, an das nicht so intensive Sonnenlicht in Europa oder vergleichbaren Gebieten gewöhnt werden, sowie auch an kühlere Temperaturen und geringere Luftfeuchtigkeit, dann gewöhnen sich robusteste der Mangroven wie Rhizophora mangle (Rote Mangrove), Bruguiera gymnorhiza (Orientalische Mangrove) und Avicennia marina (Graue Mangrove) auch an diese Bedingungen, das Wachstum ist dann meinst recht langsam.
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Mangroven wachsen prinzipiell in den Gezeiten und somit in Brackwasser oder Meerwasser, umso erstaunlicher, dass viele der typischen Küstenmangroven auch ausgezeichnet für die Haltung im Süßwasseraquarium geschaffen sind ohne an Mangelerscheinungen zu leiden.
Im Süßwasseraquarium bieten Mangroven eine sehr abwechslungsreiche, exotische als auch außergewöhnliche Erscheinung. Fische, Garnelen und andere Krustentiere finden in Mangroven und deren Wurzelgeflecht tolle Versteckmöglichkeiten, die Stämme bieten Schildkröten Halt beim Atmen an der Wasseroberfläche und Schaumnest bildenden Fischen Halt für deren Schaumnester.
Da Mangroven emers wachsende Pflanzen sind, Pflanzen die ganz oder teilweise über die Wasseroberfläche hinauswachsen, eignen sich vor allem offene Becken für die Kultivierung von Mangroven. Einzelne kleinere Mangrovenarten können auch in geschlossenen Aquarien gehalten werden insofern ausreichend Platz zwischen Wasseroberfläche und Beleuchtung gegeben ist. Die sehr hohe Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Aquarien sort für schnelleres Wachstum, dem kann mit Zurückschneiden der Pflanze entgegengewirkt werden. Da Mangroven in der Natur bei Flut of gänzlich unter Wasser sind kann eine Mangrove die submers kultiviert wird einige Wochen durchhalten, danach wird sie verfaulen und absterben.
Die Einführung von Mangroven im Aquarium verbessert das Wohlbefinden aller Lebewesen als auch die Wasserqualität, da Mangroven dem Aquariumwasser typische Schadstoffe wie Nitrat, Nitrit und Phosphat entziehen. In der Natur spielen Mangrovenwälder eine wichtige Rolle als Filter und Kinderstube, im Aquarium entlasten Mangroven den mechanischen Filter und sorgen für mehr Wohlbefinden, weniger Algen und erhöhte Wasserqualität.
Um zu errechnen wie viele Mangroven notwendig sind um eine nachhaltig, ausgewogene biologische Filterung zu erreichen, sollte auf ca. 40 Liter Aquariumwasser 1 Mangrove gepflanzt werden. So sollte ein 240 Liter Becken in etwa 6 Mangroven haben, werden dem Aquarium weniger Mangroven zugeführt so dauert es länger bis die gewünschte Filterwirkung eintritt, mehr Mangroven beschleunigen das Erreichen der gewünschten Wasserwerte.
Das Wachstum einer Mangrove im Süßwasseraquarium kann keinesfalls mit dem Wachstum in der Natur verglichen werden. Das Wachstum ist insgesamt gesehen zurückhaltender, in der Natur verwandelt sich ein Mangrovensamen innerhalb weniger Jahre zu einem entsprechenden Baum, im Aquarium ist eine Mangrove selbst nach vielen Jahren noch immer verhältnismäßig klein und erweckt den Eindruck eines Bonsais. Durch Zurückschneiden kann das Wachstum zusätzlich beeinflusst und eine frühzeitige Verästelung hervorgerufen werden, die Größe der Mangrove kann dadurch kontrolliert werden.
Besprühen von Mangroven beeinflusst das Wachstum positiv und erhöht die lokale Luftfeuchtigkeit.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Mangroven durch den Entzug zahlreicher 'Schadstoffe' den Algen grundlegende Nährstoffe entziehen und diese somit dezimieren, Einführungsphasen eines Aquariums durch den Schadstoffentzug verkürzt werden können, die natürliche Filterung von Mangroven den mechanischen Filter entlastet und die Gefahr, dass das Aquariumwasser kippt (biologisch gesehen) verringert wird, zugleich das Wohlbefinden aller Aquarienbewohner sowie Aquarienpflanzen steigt.
Mangroven können im Süßwasseraquarium auf unterschiedliche Weisen kultiviert werden:
Bodengrund
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Mangroven mit ausreichender Größe um in den Bodengrund gepflanzt werden zu können und die obersten Blätter dennoch über der Wasseroberfläche zu haben, zeigen so gut wie immer außergewöhnlich gutes Wachstum, da sich zahlreiche Abfall-, Schad- und Nährstoffe im Bodengrund eines Aquariums sammeln, weiters ist der Bodengrund eines Süßwasseraquariums oft mit einem Langzeitdünger versehen der für zusätzliche Nährstoffe sorgt und der Mangrove zu prächtigem Wachstum verhilft.
Beim Einbringen der Mangrove in das Aquarium kann diese so platziert werden, dass auch bestehende Blätter sich unter der Wasseroberfläche befinden, solange der Trieb und die jüngsten und somit obersten Blätter der Mangrove über der Wasseroberfläche befinden wird sich die Mangrove gut entwickeln. Würde die Mangrove subers gehalten werden so würde sie nach wenigen Wochen absterben.
Einmal im Bodengrund gepflanzt, entwickeln die Mangroven ein weitläufiges Wurzelsystem im Radius von ca. 20 bis 40cm. Typische Luftwurzeln, für die Mangroven weltweit bekannt sind, werden in einem Süßwasseraquarium nicht ausgebildet. Die Wurzeln der Mangrove passen sich wie Wurzeln anderer Pflanzen an die Aquarienform an und wachsen im Bodengrund entlang von Scheiben ohne das Aquarium dabei zu beschädigen.
Ein Nachteil der Haltung von Mangroven im Bodengrund ist der Stress den Mangroven erleiden, wenn das Aquarium umgestaltet wird und die Mangrove ihrem gewohnten Standort plötzlich entrissen wird und einem neuen Ort des Aquariums zugewiesen wird. Oftmals reagieren Mangroven mit einer wochenlangen Wachstumspause, im schlimmsten Fall kann dieser Stress sogar zum Sterben der Pflanze führen. Sollten eine solche Umstellung wirklich notwendig sein, empfiehlt es sich, soviel Bodensubstrat wie möglich an den Wurzeln zu belassen und die Pflanze mit diesem zu übersiedeln.
Diesem Nachteil kann mit Gittertöpfen entgegengewirkt werden, einfach einen Gittertopf in die Bodenschicht des Aquariums einbringen und die Mangrove innerhalb des Topfes kultivieren, so kann sichergestellt werden, dass ein Großteil des Wurzelballens mit dem gewohnten Substrat und somit der gewohnten Umgebung übersiedelt. Mit dieser Methode wird der Stressfaktor minimalisiert und die Chancen für die Mangrove die Übersiedelung zu überleben steigen sehr.
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Filterbecken
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Filterbecken sind bei Meerwasseraquarien, vor allem bei größeren Anlagen, unumglänglich. In der Süßwasseraquaristik sind Filterbecken eher unüblich.
Sollte ein Aquarium dennoch mit einem Filterbecken ausgestattet sein, so können Mangroven selbstverständlich auch in diesem Platz finden um den Zweck des Filterbeckens tatkräftig zu unterstützen.
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Gittertopf
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Anstatt Mangroven direkt in den Bodengrund zu setzen, können für Aquarien geeignete Gittertöpfe verwendet werden. Gittertöpfe gibt es in verschiedensten Größen und Formen und können hier im Online-Shop erstanden werden. Der spezielle Topf wird mit Bodensubstrat des Aquariums gefüllt und die Mangrove darin gepflanzt.
Dieser Topf kann dann im Bodengrund versenkt werden oder auch am Bodengrund stehen und mit entsprechendem Dekomaterial (Steine, Holzwurzeln, etc.) gekonnt versteckt werden. Bei der Übersiedelung oder Umstellung der Mangrove kann diese samt dem Topf entnommen werden und ein Großteil des Wurzelballens bleibt im gewohnten Substrat. Mit dieser Methode wird der Mangrove viel Stress erspart.
Zwei weitere große Vorteile dieser Methode sind, dass sich so gut wie jede Mangrovenart auf diese 'natürliche' Haltungsweise erfolgreich im Aquarium kultivieren lässt und kleinere Mangroven anfangs näher der Wasseroberfläche platziert werden können und mit dem Wachstum der Topf immer näher dem Bodengrund gebracht werden kann.
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Holzwurzel
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Im Regelfall sind Holzwurzeln im Aquarium aus Mangrovenholz.
Zahlreiche Versuche zeigten, dass sich lediglich Rhizophora mangle (Rote Mangrove) erfolgreich an Holz anwurzeln lässt. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass die Wurzeln der Mangrove aussreichen Platz haben um sich entfalten zu können und nicht in einer 'Sackgasse' enden. Die Mangrove wird am besten in einen Spalte oder ein passendes Loch einer Wurzeln gesteckt, dabei sollte sie so fest gesteckt werden, dass die Verwendung einer Schnur oder anderen üblichen Befestigungsmaterialien nicht erforderlich ist.
Nährstoffe des Wassers im Aquarium lagern sich auch in Holzwurzeln ab, diese können durch die lebenden Wurzeln der Mangrove die sich an der Holzwurzel festgewachsen haben entzogen werden, weiters werden an Holzwurzel angewachsene Mangroven durch vorbeiströmendes Wasser mit Nährstoffen versorgt. Wurzeln der Mangrovenpflanze wachsen kontinuierlich der Bodenschicht des Aquariums entgegen und wird so auch dem Bodengrund Nährstoffe entziehen.
Oftmals ist eine Holzwurzel auch dann praktisch, wenn die Mangrovenpflanze nicht groß genug ist um direkt in den Bodengrund gepflanzt werden zu können, da sonst die gesamte Pflanze unter Wasser wäre. Um dieses Problem zu umgehen, kann die Mangrove auf Holz gepflanzt werden um diese zu erhöhen, sodass die Blätter über der Wasseroberfläche sind und sich die Pflanze entsprechend entwickeln kann.
Die Haltung einer Rhizophora mangle (Rote Mangrove) auf einer Holzwurzel ist eine der erfolgreichsten Haltungsmethoden dieser Mangrovenart im Süßwasseraquarium und führt so gut wie immer zu prächtigen Ergebnissen.
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Saugnapf
Mangroven, vor allem sogenannte Torpedosamen, zigarrenförmige Samen zwischen 10 bis 90cm, eignen sich gut um diese an einem Saugnapf zu fixieren. Der Saugnapf kann mit der Mangrove an einem beliebigen Ort und beliebiger Höhe im Aquarium platziert werden, lediglich muss sich die Spitze des Torpedosamens über der Wasseroberfläche befinden. Der Trieb des Samens wächst, die Wurzeln entwickeln sich in Richtung Boden und entziehen vorbeiströmendem Wasser die nötigen Nährstoffe. Diese Methode scheint praktisch und einfach, allerdings darf nicht vergessen werden, dass es eine recht unnatürliche Haltung ist, die Wurzeln sind dem Licht ausgesetzt und finden keinen Halt, daher ist diese Art der Haltung nur für wenige Monate möglich, oftmals vielleicht von Vorteil um die Mangrove wachsen zu lassen um so eine entsprechende Größe zu erreichen damit diese später direkt in den Bodengrund gepflanzt werden kann.
An dieser Stelle wird jedoch empfohlen, dass diese Methode, wenn möglich, zu vermeiden ist, die später nötige Umstellung zur Kultivierung in der Bodenschicht des Aquariums oder Anwurzelung auf Holz bedeutet unnötigen Stress für die Mangrove. Empfehlenswert ist, sich gleich von Anfang an Gedanken über die nachhaltige Haltung der Mangrove zu machen und diese von Beginn an entsprechend zu halten.
Stein
Zahlreiche Versuche zeigten, dass sich lediglich Rhizophora mangle (Rote Mangrove) erfolgreich an Stein anwurzeln lässt. Hierbei ist es wichtig darauf zu achten, dass die Wurzeln der Mangrove aussreichen Platz haben um sich entfalten zu können und nicht in einer 'Sackgasse' enden. Die Mangrove wird am besten in einen Spalte oder ein passendes Loch des Steins gesteckt, dabei sollte sie so fest gesteckt werden, dass die Verwendung einer Schnur oder anderen üblichen Befestigungsmaterialien nicht erforderlich ist.
Ein klarer Nachteil im Vergleich zur Befestigung an Holzwurzeln ist der, dass Steine keine Nährstoffe aufnehmen und die Mangrove mit diesen versorgen kann, lediglich kann sich nährstoffreicher Mulm in diversen Spalten ansammeln, in welchen dann vielleicht auch die Wurzeln der Mangrovenpflanze wachsen und so die Nährstoffe aufnehmen können, weiters werden an Stein angewachsene Mangroven durch vorbeiströmendes Wasser mit Nährstoffen versorgt. Wurzeln der Mangrovenpflanze wachsen kontinuierlich der Bodenschicht des Aquariums entgegen und wird so auch dem Bodengrund Nährstoffe entziehen.
Die Haltung einer Rhizophora mangle (Rote Mangrove) auf Stein erfordert ein wenig Wissen und Glück und ist nicht so einfach zu bewerkstelligen wie die Haltung auf einer Holzwurzel oder im Bodengrund. Zum einen muss sich der richtige Stein finden und zum anderen sollten die Wurzeln nicht zu viel Licht ausgesetzt sein.
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